Entwurzelt

Vom Leben geschüttelt, ein starker Wind
der uns entwurzelt, weil wir so unsicher sind
Weil wir uns selbst nicht aufrichtig lieben
Irgendetwas ist auf der Strecke geblieben

Erschaffener Glanz nach vielen Dekaden
doch im Nebel glänzen keine Fassaden
Wir erblindet laufen wir umher
Der Bauch ist voll, das Herz ist leer

Wer kann mit sich noch alleine sein
Heute sonnt man sich im schönen Schein
Ein starker Wind, er lässt uns frieren
denn wir haben Angst, uns zu verlieren

Der Staub in den Augen brennt so sehr
das Atmen fällt uns viel zu schwer
Die Tränen der Angst wollen wir wegwischen
nicht Himmel, nicht Hölle – irgendwo dazwischen

Rhena Tabea Adam
April 2016

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Entwurzelt