Sonnengöttin

Anna, Dein Bild ist zerbrochen.
Du hast mir doch den Frieden versprochen.
Anna, ich bin süchtig nach Dir.
Du weißt doch, Du bist mein Lebenselixir.

Nur durch Dich konnte ich vieles ertragen.
Du warst mein Sprachrohr,
durch Dich konnte ich alles sagen.
Du flüsterst, das Leben ist zu kurz,
um schlecht zu essen.
Ich schreie, ich will nicht mehr so viel fressen.

Du spürst meine Angst, dieses leise Vibrieren.
Ich fürchte mich und will Dich doch nicht verlieren.
Auf meinem Orbit will ich um Dich kreisen.
Meine Sonnengöttin, Du sollst mir den Weg weisen.

Und Anna, Du flüsterst, ich bin noch nicht fort.
Du wirst immer mir gehören,
darauf geb‘ ich mein Wort.
Deine Anziehungskraft ist die stärkste
weit und breit.
Meine Sonnengöttin, ich bin bereit.

Mein Hunger nach Dir ist unendlich groß.
Du machst mich frei und grenzenlos.
Anna, ich bin leer und ohne Kraft.
Anna, Du hast es geschafft.

Rhena Tabea Adam
Mai 2017

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Sonnengöttin

Himmelblau

Die Grenzen haben wir selbst gezogen
Innerhalb derer gehen Träume verloren
Jahrzehnte gefangen, will niemand mehr raus
Verloren in der Weite des Himmelblaus

Man hat dieses Blau schon fast vergessen
Wir ließen uns in Formen und Normen pressen
Und uns zu unschönen Taten drängen
Es ist so schwer, diese Grenzen zu sprengen

Und sie werden enger, von Jahr zu Jahr
Machen uns ängstlich und verwundbar
Wie könnten wir sein, ohne diese Grenzen
Eine Welt ganz ohne Indifferenzen

Das Blau wird zu Grau und dann immer trüber
Die Menschen denken, die Zeit geht vorüber
Doch der Mensch ist es, der vorüber geht
Vielleicht über Grenzen, wenn er versteht

Rhena Tabea Adam
Juni 2014

Himmelblau

Maßlos

Da gibt es einen Vielfraß
Er stopft alles in sich rein
Und findet einfach nicht sein Maß
dabei will er doch perfekt sein

Der Vielfraß zieht sich zurück
Und denkt, so wird ihn niemand lieben
Dadurch zerbricht er Stück für Stück
Hat sich der Maßlosigkeit verschrieben

Er ist weit entfernt von seinem Ideal
Und fühlt sich von innen sehr verschmutzt
Glaubt, er wäre schwach und zu sentimental
Was hat ihm der Perfektionismus nun genutzt

Doch wär‘ er nur etwas mehr bescheiden
Er würde sich nicht verbiegen und verdrehen
Müsste sich nicht fürchten und auch nicht so viel leiden
Auch ganz ohne perfekt auszusehen

Da gibt es einen Vielfraß
Er hungert nach dem Leben
Doch er findet nicht sein Maß
Hoffentlich hat er sich nicht aufgegeben

Rhena Tabea Adam
November 2014

Maßlos

Kaleidoscope

Your soul is a kaleidoscope
a billion colours, facets of hope
Shades of dreams and rays of peace
let all the shining now release

Your soul is a painting, an endless creation
with beauty and love you are in deepest relation
You are not limited, you are endlessly
there is no difference between you and me

I can see through your tears, the brightness in your eyes
after all these efforts it’s only the body that dies
It’s not your reputation that I see
You are more then your striving, you are eternity

Whatever you reach, wherever you go
your soul is like music in a never ending flow
Like chords and tones and words and rhymes
through all centuries, through all times

Rhena Tabea Adam
Februar 2017

Kaleidoscope

Love Cascade

It’s a never ending hopeless story
and it ain’t enough that you feel sorry
For the pain you caused that made me cry
I should better say goodbye

It’s a never ending hopeless cascade
not made of warmth, not made of fate
Like cold water on my skin
lost and broken, I can’t win

Like the never ending darkest night
and a never ending hopeless fight
After these bittersweetest lies
I see nothing in your eyes

This story never comes to an end
because every time you take my hand
I know I can’t stop loving you
This pain is deep, these tears are true

It’s a never ending hopeless mess
a feeling made of emptiness
Like the never ending darkest shade
A never ending love cascade

Rhena Tabea Adam
Oktober 2016

Love Cascade